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Honigbiene
Portait einer Freundin

Wir mögen die Honigbienen und finden sie wunderschön. Es ist beglückend an einem sonnigen Frühlingstag still neben einer belebten Bienenbehausung zu sitzen und aufmerksam dem friedlich und emsig summenden Treiben der Bienen zu lauschen, ihr Verhalten am Eingang der Behausung zu beobachten, den feinen Honigduft zu riechen. Eine friedliche Wonne umgibt die Bienen dann. Manchesmal setzt sich eine der heimkehrenden Sammlerinnen auf die ruhig liegende Hand, vollbeladen mit Blütenpollen oder Nektar. Sie verweilt eine kurze Zeitspanne, bewegt sich zart. Sanft rhytmisch pumpende Bewegungen des aus Chitinringen gefügten Hinterleibes– beinahe so, als atmete sie. Der stabile, mittlere Teil des Bienenleibes - der kompakte Brustkorb mit innliegender Muskulatur für die Flügelchen und Beinchen – ist von einem zarten, grauen Pelzchen bedeckt. Aus diesem Brustkorb heraus ragen die beiden silbrigen Flügelpaare und die 3 feingliedrigen Beinpaare. Diese kitzeln auf meiner Haut. Das hintere Beinpaar ist – bei aller Feinheit - besonders lang und kräftig ausgebildet und hat kleine Vertiefungen, woran die Pollensammlerinnen kleine Kügelchen aus Blütenstaub anheften und transportieren können. Der Kopf der Bienen ist beweglich in viele Richtungen. Auffällig sind die beiden großen Facettenaugen und das fein gegliederte Fühlerpaar. Mit seinem zarten Saugrüßel betastet und beleckt die Biene meine Haut. Der Kopf der Bienen birgt vor allem wichtige Sekretdrüsen, welche essenzielle Nahrungszusätze produzieren. Ohne diese Sekrete könnten keine Futtersäfte für Königinnen und Bienenbrut und auch kein vollwertiger Honig erzeugt werden.

Die großen, unbewegten Augen richten einen seltsam weiten Blick in die Welt. Sie sehen ganz anders als wir Menschen, haben beinahe einen Rundum – Blick. Diese Biene erkennt mich nicht, fühlt keine Bindung zu mir. Ich bin jetzt lediglich ein warmer, leicht salziger Landeplatz in der Nähe ihrer Behausung. Bald hebt sie unvermittelt ab, strebt zielsicher schwebend dem nahen Flugloch an ihrer Behausung zu.

Das ist vielleicht ein Teil der Faszination dieser Lebenwesen für uns: zart, wunderschön, verteidigungsbereit und sozial – und doch ganz „eigen“. Alles was sie hervorbringen hat einen feinen Duft. Wir finden, sie sind “Licht–und–Duft-Wesen”. Und so erbauen wir uns gerne bei ihnen und dem Genuß ihrer Produkte.

Bienenvolk

Biene auf einer Blüte

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© Peter Scharfenberger, Imkerei Scharfenberger, Kirchstraße 5, 72622 Nürtingen, Telefon (07022) 309513
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